Wer seinen Urlaub im schönen Schleswig Holstein verbringt, der bekommt ohnehin viel schönes, manch ulkiges, jede Mange faszinierendes und ganz viel beruhigend natürliches zu Gesicht. Der hohe Norden hat einfach eine Ausstrahlung, die uns durchatmen und ein bisschen zur Ruhe kommen lässt. Wer den Ortseingang des kleinen Städtchens Glücksburg passiert, hat viele Gründe zu lächeln, denn der Name ist noch längst nicht das schönste an diesem norddeutschen Städtchen. Erst einmal müssen Sie natürlich das Schloss Glücksburg besuchen, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und seitdem Schlachten, Wirren und Kriegen tapfer standhält. Auch für diejenigen, die alten Gebäuden nicht so viel abgewinnen können, ist dieses Schloss wirklich einen Besuch wert, da Prunk und offensichtlich schon Jahrhunderte Altes in einem interessanten Zusammenspiel eine ganz eigene Atmosphäre schaffen.
Nach diesem Touristenmagneten hat die Stadt Glücksberg aber noch eine weitere, ganz andere, aber ebenso beliebte Attraktion im Ärmel. Denn nicht nur das Schloss, sondern auch der dazu gehörige Schlosspark hat es in sich. Denn ab Juni bis etwa September manchmal sogar bis zum Oktober entsteht hier das so genannte Rosarium von Glücksburgs. Die Umgestaltung des über einen Hektar großen Areals dauerte bis 1991 und inzwischen erblühen dort vom Frühsommer bis zum Herbst unglaubliche 550 verschiedene Rosensorten. Die entstehende Farben- und Formenvielfalt lässt sich wirklich nur schwer in Worte fassen und auch gebürtigen Glücksburgern verschlägt dieses Blütenmeer zu seiner Hochphase regelmäßig die Sprache. Kletterrosen blühen mit Wildrosen um die Wette und die Sammlung der Englischen Rosen ist sogar die größte in ganz Deutschland. Bei einem Spaziergang durch die verschlungenen Wege, die im Zusammenspiel mit den stets perfekt in Form gehaltenen Hecken, einem kleinen malerischen Teich und für einen ordentlichen Rosenbusch schon fast obligatorischen Begleitplfanzen wie Salbei und Clematis einen fast verwunschen wirkenden Ort der Ruhe schaffen, kann man kaum anders, als sich zu entspannen und die Sorgen eine Zeit lang Sorgen sein zu lassen. Dieses kleine Paradies aus Rosen und Idylle sucht wirklich seinesgleichen und macht einen Besuch in Glücksburg mehr als bezahlt – nicht dass ein Besuch sich ohne Rosarium nicht lohnen würde!
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Glücksburg mit Schloss und Rosen so weit das Auge reicht
Donnerstag, 17. Februar 2011Lübeck
Montag, 11. Oktober 2010Zweitgrößte Stadt in Deutschlands nördlichstem Bundesland Schleswig-Holstein ist Lübeck. Betrachtet man die Fläche und nicht die Einwohnerzahl, ist Lübeck sogar die größte Stadt des Landes. Das Zentrum der Stadt bildet die wunderschöne, gut erhaltene Altstadt, die seit 1987 den Titel Welterbe der UNESCO trägt. Damit hatte zum ersten Mal ein komplettes Altstadt-Ensemble es zu diesem Status geschafft. Wahrzeichen ist das Holstentor, ein ehemaliges Stadttor, das mittlerweile auch auf einer Serie der deutschen 2-Euro-Münze zu sehen ist. Es liegt am Rand der Altstadt und beherbergt ein Museum, das sich mit der Stadtgeschichte beschäftigt. Daneben ist noch ein weiteres Stadttor erhalten, das Burgtor. Zwei weitere Tore sind nicht erhalten geblieben.
Oft hört man als Synonym für Lübeck die Bezeichnung „Stadt der sieben Türme“, was auf eine oft gezeigte Silhouette der Stadt zurückgeht. Die sieben Türme sind die Türme der Lübecker Altstadtkirchen. Dazu zählt auch der prächtige Dom mit seinen beiden Westtürmen. Nicht von minderer Bedeutung ist die Lübecker Marienkirche, die als Bürgerkirche den Wohlstand der Hansestadt repräsentieren sollte. Sie ist größer als der Dom und war als Hauptpfarrkirche konzipiert. Ihre Lage im Herzen der Altstadt direkt neben dem Rathaus stellt den Dom, der eher abseits liegt, etwas in den Schatten. Sie wurde im Stil der so genannten Backsteingotik errichtet, und gilt als Vorbild für zahlreiche weitere Kirchen dieses Stils im norddeutschen Raum. Die weiteren Kirchen der Altstadt sind die Jakobikirche, die Petrikirche und die Aegidienkirche.
Als Besonderheit liegt die Lübecker Altstadt auf einer Insel zwischen den Flüssen Trave und Wakenitz. Die Lage am Wasser gibt der Stadt eine hohe Lebensqualität, die Indentifikation der Einwohner mit ihrem Stadtquartieren ist sehr hoch. Entsprechenden Zulauf findet Lübeck daher auch bei Touristen, die von der schönen Altstadt oder dem nahen Ostseestrand in Travemünde angezogen. Auch Fans des berühmten Lübecker Marzipans zieht es in die Stadt, deren Erreichbarkeit sich durch den Flughafen Blankensee deutlich verbessert hat. Von dort gibt es Verbindungen nach Südwestdeutschland, England und in die Mittelmeerregion. Innerdeutsch ist Lübeck an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Züge der Kategorien IC, ICE und EC halten hier unter anderem aus München, Hamburg, Berlin und auch Kopenhagen. Mit dem Auto ist Lübeck gut über die Autobahn 1 zu erreichen. Buchen kann man eine Städtereise nach Lübeck auch in jedem Reisebüro in Hamburg.